Ice-Tree
Installation von Johann Feilacher
ab 17. 11. 2005 im Museumsquartier, Wien
Als Weiterentwicklung der jahrzehntelangen Verwendung
von Holz für seine Skulpturen und Installationen sieht Johann Feilacher
den nun vorliegenden Guss eines ganzen Baumes in glasklaren Material.
Bekannt geworden mit monumentalen Arbeit aus Holz in den USA,
wie etwa im Laumeier Sculpture Park, Saint Louis, wo er aus einem
Redwood aus Kalifornien eine 35 Tonnen schwere und 12 Meter hohe
Skulptur für den Park kreierte, oder im Socrates Sculpture
Park in New York, wo er gefallene Bäume des Central Park
zu abstrakten Werken verarbeitete, gibt es auch in Europa seine
Spuren etwa in der Arte Sella, Borgo Valsugana, Italien, Hildon
House Park, England oder in Kärnten im Rosental.
Nach langer Vorarbeit wurde das gewünschte Material gefunden,
das allen Witterungen widersteht und glasklar ist. Der Eis-Baum
soll nun gerade fertiggestellt erstmals im Museumsquartier der Öffentlichkeit
präsentiert werden. Die Kombination mit anderen „Eis–Events“
soll die Täuschung durch das Material verstärken. Hängend,
hoch über dem Boden des öffentlichen Raumes, das die
Museen und das Hauptgebäude begrenzen, wird auch die Assoziation
des Eis-Zapfens wach. Die Durchsichtigkeit widerspricht der vom
Baum vorgegebenen Form, die neue Skulptur wird fast nur mehr zur
Vision einen Baumes. Wie aus Eis, fast zerrinnend, zerbrechlich.
Planung&Ausführung DI Daniel Meise, www.dmeise.com |