»Hölzer«
– so lapidar benennt der Bildhauer Johann
Feilacher die in dieser reich bebilderten Publikation präsentierten Werke,
die hier zum ersten Mal geschlossen zu sehen sind: Die beeindruckenden großen
Freiluftarbeiten, die in vielen internationalen Skulpturenparks stehen, ebenso
wie die zum Teil surreal anmutenden »Kabinettstücke« mit
ihrem oft humoristisch-narrativen Unterton.
In einer Zeit, die immer stärker von der technologischen Entwicklung
geprägt wird, erinnert Feilacher an elementare Erfahrungen, die die »condition
humaine« ausmachen. Der Baum als Organismus, das Holz, das er mit archaischen
Methoden bearbeitet, wird in Materialität und Gestalt zur Analogie des
menschlichen Lebens: die Vertikalität, das Sinnbild der Jugend, das Wachstum,
aber auch der Verfall und das Verwurzeltsein, die Vielfalt unterschiedlicher
Hölzer...
»Das Material ist also vom Konzept her Thema«, schreibt Peter
Weiermair in seinem aufschlußreichen Vorwort, in Feilachers Kunst »folgt
die Form dem Medium«, dem Material.