„Die Holzbringung aus dem Aurachtal vor 100 Jahren und
das Leben an der Aurach zu dieser Zeit“
Aus dem Aurachkarsee führte eine 3 km lange Wasserriese, die
an mehreren Stellen, so am Rand der Großalmwiese neben der
Straße als Rinne noch deutlich erkennbar ist! Durch sie wurde
Holz, dass in einer Trockenriese von der Taferlhöhe gebracht
wurde, bis vor die Große Aurachklause, die nachmalige
Nadasdyklause (Hauptklause) befördert. Durch Ihr Triftwasser
musste das Holz die lange Strecke bis zum Kufhausrechen
geschwemmt werden, was jeweils in einem, sondern nur in
mehreren aufeinanderfolgenden Triftgängen gelang.
Beitrag zum internationalen Jahr des Waldes 2011
Weidensbachklause, Moosbachklause, Wessenaurachklausen, Schwarzenbachklause.
Kufhausrechen (Rechen bei der Saag)oder Aurachrechen:
Mit der Inbetriebnahme der Wessenaurachklause musste der Rechen in Kufhaus erbaut
werden. Zur leichteren Ausbringung des Holzes vom Rechen nach Pinsdorf wurde 1715 ein
Zugweg erbaut und 1721 im Gefälle ausgeglichen. 1887 wurde der Kufhaus - Rechen durch
Hochwasser durchbrochen. Nach Aufhören der Hallholzlieferung im Aurachtal um 1870 wurde
vorwiegend Brennholz in Meterlänge getriftet und an Holzhändler verkauft. 1887 wurde
wegen Erhaltungskosten der Triftbauten und wegen unsicherer Wasserverhältnisse und nach
Errichtung von Fuhrwegen die Auflassung der Trift an der Aurach erwogen. 1892 wurde der
Kufhausrechen und der Gastachaufzug, somit die Trift aufgelassen.
Im Salzkammergut Tierweltmuseum der Familie Höller
wurde dieses Thema gemeinsam mit der FAST – Gmunden (Forstl. Ausbildungsstätte) Herrn Dipl.
Ing. Dr. Jirikowski, sowie Herrn Dipl. Ing. Spicar
und mit Hilfe von OBf Johann Schallmeiner aufgearbeitet.
Eine absolute Neuheit und für unsere Region einmalig, ist der erstmals, in Miniatur (2m groß) nachgebaute „Gastachaufzug“, welcher auf Wunsch des Pinsdorfer Bürgermeisters Ing. Dieter Helms von Herrn Ferdinand Atzmüller in mühsamer Feinarbeit gebaut wurde und nun im Salzkammergut Tierweltmuseum im Rahmen der
Holzbringung vor 100 Jahren erstmals zu bewundern ist.
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