Warum unserer Kinder vom Kindergarten in die Kindergruppe gewechselt haben!

Als wir uns den Schritt eines Wechsels unserer Kinder vom Kindergarten in die Kindergruppe Aspern überlegten, war unser älterer Sohn bereits 6 Jahre und hatte eine zweijährige Kindergartenkarriere hinter sich. Unser jüngerer war zu diesem Zeitpunkt knapp 4 Jahre und hatte eben Mal kurz Kindergartenluft geschnuppert.

Wir waren mit diversen Dingen unzufrieden und suchten darum nach einer Alternative. Es war keine leichte Entscheidung, gerade ein Kind im Vorschulalter diesem Wechsel auszusetzen, doch die positive Resonanz beim Schnuppern und die liebevolle Atmosphäre in der Kindergruppe, haben uns darin bestärkt, diesen Schritt zu wagen. und um es gleich vorweg zu nehmen, weder die Kinder noch wir haben diesen Schritt bereut.

Warum wechseln:

Unserer Kinder waren im Kindergarten in einer Gruppe mit 27 Kindern, einer Kindergärtnerin und einer Helferin untergebracht. Nachmittags wurden die verbliebenen Kinder in eine Gruppe mit unterschiedlichen Betreuerinnen zusammengelegt. Mitunter war es dort unerträglich laut. Die Betreuerinnen waren nett, plauderten gerne mit den Eltern, viel Zeit für die Kinder und eine liebevolle Zuwendung den Kindern gegenüber war aber bei 27 Knirpsen kaum möglich. Die Bastelarbeiten, die unsere Kinder mit nach Hause brachten, waren wunderschön, doch zum größten Teil leider von den Tanten gebastelt, die Kinder durften kleinen Hilfsdienste leisten. Womit die natürliche Kreativität der Kinder in keinster Weise gefördert wurde und dieser Umstand den Nebeneffekt hatte, das die beiden Tanten viele Stunden damit beschäftigt waren, die Basteleien fertig zu stellen. Somit blieb weniger Zeit für die Kinder. Hier waren die Kinder zwar aufgehoben und beaufsichtigt, aber nicht liebevoll und kindgerecht fördernd betreut.

Das Essen im Kindergarten war ein weiterer Punkt, der für einen Wechsel sprach. Dampfgegarte Einheitspampe, kindgerechte Würstchen und Puddings verdarben nicht nur mir den Appetit auf mehr.

Wie anders war es da in der Kindergruppe:

Maximal 14 Kinder, ein generell liebevoller und sozialer Umgang miteinander, Materialien, die mich selbst anregen, mich hinzuknien und in diese „Welt des Begreifens“ einzutauchen. Bastelarbeiten, die sichtbar mit Stolz von Kinderhänden gebastelt worden sind, Betreuer, die sich den Kindern mit Freude zuwenden und eher einmal einen Erwachsenen warten lassen. Dinge des täglichen Lebens, mit denen die Kinder experimentieren können, Essen, das von den Eltern abwechselnd frisch und möglichst gesund zubereitet wird, Entscheidungen, die im Team von Betreuern und Eltern gemeinsam getroffen werden.

Die Kinder arbeiten hochkonzentriert und mit Begeisterung nach ihren momentanen Bedürfnissen. Zum Austoben gibt es den großen Bewegungsraum und den Garten. Wenn sich einmal zwei Kinder in die Haare geraten, was selbstverständlich auch in der Kindergruppe vorkommt, wird nicht nach dem Schuldigen sondern nach konstruktiven Lösungen im Umgang miteinander gesucht. Und die Kinder selbst, offen, aufgeschlossen, selbstsicher und witzig. Unsere Jungs wurden gleich aufgenommen und von den Kindern eingewiesen. Aus dem Schnupperstunden wurde ein Schnuppertag, den unsere Kinder wollten nicht nach Hause ( das hat sich bis heute nicht verändert ). Ein völlig neuer Umstand, den im Kindergarten waren ihnen die drei Stunden am Vormittag zu viel und oft wollten sie gar nicht hingehen. Somit war klar, unseren Kindern gefiel es hier!

Unser Großer hat vom Umstieg enorm profitiert und in dem dreiviertel Jahr in der Kindergruppe auf allen Ebenen mehr gelernt als in den zwei Jahren Kindergarten. Für unseren jüngeren Sohn ist die Kindergruppe ein wichtiger Bestandteil seines kleinen Lebens, indem er auf seine individuelle und kreative Weise lernt, mit dem Selbstverständnis und der Menschenwürde, die ein tragendes Element der Kindergruppe Aspern ist.