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Renate

Mein Name ist Renate Delpin, ich bin Montessoripädagogin, Malortleiterin, Erziehungsberaterin und Mutter von zwei Töchtern.

Als ich im Jahr 1997 die Montessori-Ausbildung machte, hatte ich das Gefühl, bei etwas sehr Wesentlichem angekommen zu sein. Vor allem das in der Montessori-Pädagogik beschriebene Phänomen der " Polarisation der Aufmerksamkeit" faszinierte mich: dieses ganz bei sich und eins mit seinem Tun sein können. Und das ist es auch, was wir in der Kindergruppe umsetzen wollen: den Kindern eine Umgebung anzubieten, die es ihnen ermöglicht im Hier und Jetzt das zu leben, was sie brauchen.

Doch gab es in meinem Leben noch eine weitere Pädagogin, die mich prägte: Emmi Pikler. Ihr ging es vor allem auch um ein beschreibendes Begleiten, das den Kindern vermittelt, dass sie in ihrem Dasein wahrgenommen werden. Und das ist mir besonders wichtig geworden.

Auch der kreative Ausdruck lag mir immer schon am Herzen. Durch die Ausbildung bei Arno Stern (Bildungsforscher und Begründer des Malortes) entdeckte ich,auf welche Weise sich schöpferische Prozesse frei entfalten können.
Das Malen im Malort zu erleben bedeutet, sich im eigenen Rythmus aufbauen zu können. Indem man seine Innenräume im Aussen gestaltet, gestaltet sich auch eine authentische Persönlichkeit, und es wird ein "Schatz" angelegt, der als lebendige Ressource erhalten und verfügbar bleibt.
Da ich diese Art des Malens möglichst vielen Kindern zugänglich machen wollte, gründete ich selbst einen Malort, biete aber freies Malen, soweit dies machbar ist, auch im Rahmen der Kindergruppe an.

Begleitung von Kindern ist immer eine Herausforderung, aber eine, die mich froh und zufrieden macht, wenn ich beobachte, dass die Kinder zu dem finden, was sie brauchen, was ihnen gut tut.