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Gebundene Ausgabe - 150 Seiten - Residenz
Erscheinungsdatum: April 2003
ISBN: 3701712670
18.5.2003
Ab 1953 treffen sich gleichgesinnte Musiker in der Wiener Josefsstadt im Wohnzimmer des Cellisten Nikolaus
Harnoncourt und arbeiten an bis dahin nicht gewohnten Interpretationen alter Musik. Man versucht den
"Originalklang" zu erzielen, musiziert wird ausschließlich auf Original-Instrumente aus dem 17. und
18. Jahrhundert. Vier Jahre lang wird geübt, geprobt, herumgefizzelt.
Bis einem Freund der musikalischen Familie die Geduld reißt. "Seiz Ihr teppert?" stellt er die notwendige
Frage, mit der er dem Ensemble endlich den notwendigen Tritt verpasst, und sie mit ihrer Musik
an die Öffentlichkeit treten.
Und es gibt sofort heftigen Widerspruch. Der Name "Concentus Musicus" sei seltsam, die ausschließliche
Verwendung von Originalinstrumenten solle wohl handwerkliche Schwächen überdecken, man halte sich wohl
für gescheiter. Die Masse der Kritiker und Meckerer kann dem Ensemble allerdings nichts anhaben. Man hält
sich an die ursprünglichen Absichten. Und der Concentus Musicus wird langsam aber sicher
zum Wegweiser für Gleichgesinnte.
Aber auch aus dem Ensemble heraus bilden sich weitere Ensembles. So verläßt etwa mein Onkel,
der Cellist und Gambenist Ernst Knava, der ebenso wie Harnoncourt Musiker bei den Wiener Symphonikern war, schon Anfang der
60er den Concentus. Er gründet seine eigene, auf alte Musik spezialisierte Gruppe, die Instrumentisten.
Das Buch zeichnet den Weg des Concentus nach von den Anfängen bis heute. Zahlreiche Bilder und eine CD
mit Musikbeispielen und Erklärungen von Harnoncourt vervollständigen den Jubiläumsband. Von dieser Stelle
aus ebenfalls alles Gute zum 50. Geburtstag!
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