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Das Cembalospiel in England in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts
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Manuskripte
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Für den Zeitraum 1650–1700 wurden hier 49 Manuskripte betrachtet. Gerade die zeitliche Zuordnung ist jedoch oft nicht leicht. Da die meisten Manuskripte über einen längeren Zeitraum und oft von mehreren Personen geschrieben wurden, sind auch Datumsangaben z. B. auf Deckblättern, sofern überhaupt vorhanden, nur ungefähre Anhaltspunkte. Diese Daten können beschreiben, wann das Manuskript weitergegeben oder verschenkt (z. B. En 3343) wurde, wann es vollendet oder auch nur ausgeborgt wurde (z. B. Och Mus.1177). Durch die Lebensdaten von bekannten Komponisten oder die Erscheinungsdaten bekannter Stücke kann nur ein grober Rahmen abgesteckt werden. [...] Der Großteil der Musik in diesen Manuskripten sind kürzere Stücke, zumeist Tänze, wobei uns am häufigsten die Typen Almand, Courant, etwas seltener Saraband und die Jigg begegnen. Die Pavan, ein zu Anfang des Jahrhunderts überaus beliebtes Stück, scheint in den Handschriften für Tasteninstrumente nicht mehr auf. Sie dürfte wie die dazugehörige Galliard bereits als antiquiert angesehen worden sein. Falls überhaupt eine durchdachte Ordnung der Stücke vorliegt, existiert häufig eine Zusammenfassung in 2-er Gruppen (Almand-Courant), manchmal auch in 3-teiligen Suiten (Almand-Courant-Saraband), wiewohl diese nicht eigens als solche gekennzeichnet sind (früheste Beispiele in Lbm Add. 10337, John Ferrabosco in Och Mus.1236). Noch selten zu dieser Zeit sind 4-teilige Suiten (Benjamin Rogers in Och Mus.1236, Albertus Bryne in Ob Mus.Sch.D.219), bei denen eine Jigg oder Jigg Allmaine jeweils im langsamen 4/4 Takt das vierte Stück bildet. Oft finden sich auch ein Ground oder Vertonungen von damals bekannten Melodien, welche seltener mit Titel oder Textanfang (The old men’s wish, The fairest Nimphes, &c.), öfter mit Scottish tune, An ayre oder Trumpet tune überschrieben sind. Eher bei Komponisten mit französischem Einfluß oder Ursprung gibt es auch Chaconne, Gavot, Menuet. [...] Häufig wurden Notenbücher von beiden Enden her beschrieben, bevorzugt in Notensystemen mit 6 Linien. Die Leerseiten verbleiben dann in der Mitte des Bandes. Es ergibt sich, daß etwaige Seitennumerierungen oder Inhalts-verzeichnisse für jede Hälfte des Bandes angefertigt wurden. Diese jedoch sind, da viele Manuskripte über längere Zeit hinweg verfaßt wurden, oft unvollständig und beschreiben häufig nur einen Auszug des gesamten Werkes. [...] |
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Thurston Dart Collection, [1] (Mitte 17. Jh.) Brüssel, Conservatoire Royale de Musique, 15418 (ca. 1700–1708) Chicago, Newberry Library, Special Collections, Case MS VM 2.3 E58r (ca. 1691) Edinburgh, National Library of Scotland, 3343 olim Inglis 94 (ca. 1695 und später) Hereford, Cathedral Library, 30.A.xxx (ca. 1700) Hereford, Cathedral Library, 30.B.ii (ca. 1700) London, British Library, Add. 4388 (nach 1653)
London, British Library, Add. 17403 sect.2 (ca. 1700) London, British Library, Add. 17853 (ca. 1694 und später) London, British Library, Add. 29481 (17.–18. Jh.) London, British Library, Add. 30382 (ca. 1678–1686) London, British Library, Add. 31446 (ca. 1698) London, British Library, Add. 31468 (17.–18. Jh.) London, British Library, Add. 32161 (Teile ca. 1700) London, British Library, Eg. 2959 (17.–18. Jh.)
London, British Library, R.M. 21.d.8 (1664) London, Lambeth Palace Library, 1040 (Mitte (?) des 17. Jh.) London, Royal College of Music, 2093 (ca. 1650) Los Angeles, Univ. of California, W. A. Clark Memorial
Library, D 173 M4 H295 1690 bd. New Haven, Connecticut, Yale University Library, Filmer 15 olim A22 (ca. 1677) New Haven, Connecticut, Yale University Library, Filmer 17 olim A21 (spätes 17.–18. Jh.) New Haven, Connecticut, Yale University Library, Filmer 19 (spätes 17. oder frühes 18. Jh.) New York, Public Library, Drexel 5611 (ca. 1650–nach (?) 1660) Oxford, Bodleian Library, Mus. Sch. C.84 (vor 1667) Oxford, Bodleian Library, Mus. Sch. C.85 (vor 1667) Oxford, Bodleian Library, Mus. Sch. C.88 (vor 1667)
Oxford, Bodleian Library, Mus. Sch. D.271 (spätes 17. Jh.) Oxford, Bodleian Library, Mus. Sch. E.382 (ca. 1660) Oxford, Bodleian Library, Mus. Sch. E.399 (ca. 1681–1682) Oxford, Bodleian Library, Mus. Sch. F.575 (1673 und später) Oxford, Bodleian Library, Mus. Sch. F.576 (nach 1679) Oxford, Christ Church, Mus. 15 (2. Hälfte des 17. Jh.) Oxford, Christ Church, Mus. 47 (2. Hälfte des 17. Jh.) Oxford, Christ Church, Mus. 67 (Mitte des 17. Jh.) Oxford, Christ Church, Mus. 378 (1675–1710) Oxford, Christ Church, Mus. 1142 (ca. 1650–18. Jh. (?)) Oxford, Christ Church, Mus. 1175 (Mitte 17. Jh.) Oxford, Christ Church, Mus. 1176 (spätes (?) 17. Jh.)
Oxford, Christ Church, Mus. 1236 (ca. 1650–ca. 1674) Oxford, unbekannter Sammler, Lowe MS (ca. 1652) Paris, Bibliothèque Nationale, Conservatoire collection,
Réserve 1122 olim 18547 Paris, Bibliothèque Nationale, Conservatoire collection,
Réserve 1186 bis olim 18570 Tokyo, Tokyo College of Music, Ohki Collection, Nanki Library, N-3/35 (17.–18. Jh.) Washington D.C., Library of Congress, M21 M185 (spätes 17. oder frühes 18. Jh.) Wimborne Minster, Wimborne Minister Chained Library, P 10 (ca. 1670)
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