taijiquan chenstil              

martin angerer

Diese Seite ist meinem Lehrer und Freund Shan Wei gewidmet, bei dem
ich nun schon seit fast 10 Jahren chenshi taijiquan in all seinen
Ausprägungen lerne.

Shan Wei wurde 1958 in Suilin, Provinz Heilongjiang geboren, er fühlte
sich schon von früher Jugend an zu den Kampfkünsten hingezogen.
Sein erster Lehrer war aus der Provinz Hebei, der sich in die raue
Gegend des Nordostens zurückzog.
Bei ihm lernte Shan Wei tongbeiquan und piguaquan.

1979 trat er in den Shaolin Tempel ein und wurde Schüler von Meister
Xingshu.

Shan Wei’s buddhistischer Name ist yongkuan (yong bezieht sich auf
33. Generation und kuan heißt sinngemäß “unendliche Weite”).
Während seiner 3-jährigen Zeit im Tempel wurde er in den klassischen
Stilen xiaohongquan, dahongquan, paoquan, tongbeiquan,
xingyiquan sowie qixingquan unterrichtet.

1984 ist er durch seinen Freund Ren Guangyi Meister Chen Xiaowang
(19. Generation, offizieller Linienhalter) vorgestellt worden.

Chen Xiaowang akzeptierte ihn als seinen Schüler, er war somit
gemeinsam mit Ren Guangyi und Chen Xingyu einer seiner ersten
Schüler. Er wurde sowohl im alten Rahmen (laojia) als auch im neuen
Rahmen (xinjia) sowie in allen Waffenformen und tuishou unterwiesen.

Shan Wei ist bis heute Schüler von Chen Xiaowang (lebt in Australien)
und trifft seinen Lehrer regelmäßig bei dessen Besuchen in China.

In weiterer Folge kehrte er für 4 Jahre in den Shaolin Tempel
(fo xueyuan) zurück, um zu unterrichten. Er war der Erste, der Shaolin
Mönche in chenshi taijiquan unterwies.

Ca. ab 1992 lernt er bei Chen Boxiang (18. Generation, offizieller
Linienhalter im kleinen Rahmen) den kleinen Rahmen (xiaojia).

1995 machte ich Bekanntschaft mit Shan Wei und wurde 1996 sein
Schüler. Zu dieser Zeit lebte er in einem buddhistischen Tempel in
Harbin (jilesi), wo er einige Mönche als Schüler hatte.

1996 wurde er der nationale chinesische Champion (Goldmedaille)
bei den nationalen Meisterschaften (wushu xuanwu dahui). 1997
gewann er die Goldmedaille bei den internationalen wushu
Meisterschaften in Dalian.

Shan Wei führt ein für chinesische Verhältnisse relativ unstationäres
Leben. Da seine Schüler über das ganze Land verstreut sind, pendelt
er zwischen Nordosten im Sommer und südlicheren Gefilden wie
Chenjiagou, Zhengzhou und Shenzhen im Winter. Er lebt vom
Unterrichten und trainiert selber an die 6-8 Stunden am Tag.

Bei unseren jährlichen Trainingsreisen nach China halten wir uns
meistens mit ihm im Nordosten (Heilongjiang), in Harbin, Suihua und
Daqing auf
.

© Martin Angerer

xinjia erlu "paoquan"