Küchen- und Heilkräuter
für die Küche und gegen Krankheiten ... 

Basilikum 

Rundet alle Gerichte mit Paradeisern harmonisch ab. Stärkt und beruhigt das Nervensystem. Erleichtert die Verdauung und wirkt bei Magenkrämpfen lindernd. Ein Basilikum-Tee vertreibt Übelkeit. Anlegen eines Kräutervorrates:

Trocknen: Wenn Sie Ihre Kräuter trocknen, können Sie sich einen praktischen Vorrat anlegen. In dunklen, luftdichten Gefäßen bleiben sie bis zu 18 Monate haltbar. Die Kräuter werden gleich nach der Ernte getrocknet, denn schon kurz nach dem Pflücken verlieren sie ihren Geschmack und ihre Heilwirkung. Deshalb gilt: Je frischer, desto besser. Und beim Kochen gilt: Zwei Eßlöffel frischer Kräuter entsprechen einem Teelöffel getrockneter, da diese ein konzentriertes Aroma haben. Die Kräuter werden an einem warmen, dunklen und gut belüfteten Platz getrocknet, z.B. auf einem luftigen Regal, bei Temperaturen von 21 bis 33°C.
Salbei, Thymian, Lorbeer usw. werden zu kleinen Sträußen zusammen-gebunden und an den Stielen aufgehängt. Sobald die Blätter trocken und brüchig sind - nicht erst, wenn sie schon zu Staub zerbröseln -, streifen Sie sie von den Stengeln ab.
Größere Blätter, wie Basilikum breiten Sie auf einem Stück Stoff (z.B. Baumwolle, Leinen) aus, das wegen der besseren Belüftung über einen Rahmen gespannt wird.
Dillsamen werden am Stengel getrocknet; die reifen abfallenden Samen werden auf einem Tablett, das unter die Büschel gestellt wird, aufgefangen.
Einfrieren: Zuerst werden die Kräuter fein gehackt. Dann geben Sie je einen Teelöffel Kräuter mit etwas Wasser vermischt in einem Eiswürfelbehälter oder in ein Doserl. Die Kräuter können dann beim Kochen direkt aus dem Eisfach in den Topf gegeben werden. 

Kräutertee: 

Auf 1 Tasse kochendes Wasser nehmen Sie 1 TL getrocknete oder 2 TL frische Kräuter. Sie werden überbrüht und zugedeckt 5 bis 10 Minuten stehen gelassen. Danach wird der Tee durch ein Sieb gegossen und ohne Milch und Zucker getrunken, solange er heiß ist. Eventuell können Sie etwas Honig dazugeben. Davon trinken Sie dreimal täglich eine Tasse. 

Kräuterumschlag: 

Frische Kräuter zerquetschen und entweder in einer Pfanne über siedendem Wasser erhitzen oder mit wenig siedendem Wasser mischen. Die Masse direkt auf die Haut geben - so heiß, wie sie vertragen wird - und mit Bandagen befestigen. Wenn Sie getrocknete Kräuter verwenden - zerstoßen und mit etwas siedendem Wasser mischen. Falls die Paste die Haut reizt, legen Sie sie zwischen zwei Tücher. 

Thymian 

Ist wegen seines aromatischen Geschmacks ein beliebtes Küchenkraut. Ein Thymianaufguß dient als keimfreie Gurgellösung und wirkt schleimlösend bei Husten. Hilft zur Anregung der Nierentätigkeit.

Schnittlauch 

Wurde vor allem für den Küchengebrauch kultiviert (milder Zwiebelgeschmack): Schnittlauch aufs Essen gestreut, stimuliert den Appetit und hilft der Verdauung. Er enthält etwas Eisen und Vitamine.

Kümmel 

Über fettes Fleisch streuen, wirkt verdauungsfördernd. Hilft bei Blähungen: krampflösend und beruhigend. Volksmedizin: gegen Leber-, Gallen- und Menstruationsbeschwerden. Hält den Atem frisch.

Minze 

Paßt zu Lammfleisch ebenso wie zu Nachspeisen. Sie unterstützt die Verdauung. Als Tee wirkt sie einer beginnenden Erkältung entgegen. Vorsicht ist für magenempfindliche Personen geboten!

Koriander 

Seine scharfen Blätter passen zu Salaten und Saucen. In der Kräuterheilkunde werden frische Stengel zur Stärkung von Herz und Magen empfohlen. Unterstützung der Harnwegsfunktionen.

Lorbeer 

Ist als Zutat für Suppen, Schmor- und Eintopfgerichte unverzichtbar. Hilft als Tee gegen Verdauungsbeschwerden und regt den Appetit an. Absud ins Badewasser lindert Gliederschmerzen.

Petersilie 

Enthält viel Vitamin C und Eisen. Frische Petersilie reinigt den Atem, z.B. nach dem Genuß von Knoblauch. In einem Umschlag aseptisch bei Verstauchungen, Wunden und Insektenbissen.

Oregano 

Ist auch als "wilder Majoran" bekannt und wird gern auf Pizza verwendet. Das Kraut ist verdauungsfördernd und lindert als Aufguß Erkältungen, Husten und Grippe. Hilft kurzfristig gegen Zahnweh.

Dill 

Wird gern für Eingemachtes, Suppen, Salate und Fischgerichte verwendet. In salzfreier Diät verwenden, da reich an Mineralsalzen. Dillwasser hilft bei Schluckauf, Schlaflosigkeit, Magenkrämpfen.

Rosmarin 

Für Lamm- und Hühnergerichte. Das Kraut wirkt stimulierend auf Nerven und Kreislauf, beruhigt das Verdauungssystem. Ein leichter Rosmarinaufguß hilft gegen nervöse Kopfschmerzen.

Salbei 

Paßt gut zu Schweinefleisch und Wildgerichten. Als Gurgellösung lindert er Entzündungen im Mund- und Rachenraum, als Tee hilft er gegen Verdauungsstörungen, Angstzustände und starkes Schwitzen.