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Iemitsu Tokugawa (*1604 - +1651), der dritte Tokugawa-Shogun
Tokugawa Iemitsu war der zweitgeborene Sohn von Hideata, dem zweiten
Shogun aus der Tokugawa-Familie (Anm. die Shogune der Familie Tokugawa
regierten Japan von 1603 - 1867). Als Hideata 1623 abdankte übernahm
sein 19-jähriger Sohn Iemitsu das Amt des Shogun.
Nach seiner Ernennung zum Shogun reformierte er die Verwaltung des
Landes. Er stellte die Daimyo's unter seine besondere Aufsicht und erließ
strenge Gesetze. Jeder Daimyo mußte abwechselnd ein Jahr in Edo
und ein Jahr in seinem Lehen verbringen. Um zu unterbinden, daß
die Daimyo während ihres einjährigen Aufenthaltes in ihrem
Lehen gegen die Tokugawa konspirierten, mußten ihre Familien als
Geiseln ständig in Edo verweilen (dieses "Arrangement"
wurde als Sankin Kotai bezeichnet).
In seiner Amtszeit kam es zum Shimabara-Aufstand (Bauernaufstand in
Shimabara, Kyûshû; 1637-38; vermutlich durch verfolgte Christen
ausgelöster Aufstand von ca. 25.000 Bauern und verarmten Samurai
gegen die Tokugawa-Regierung in Südjapan; endete mit einem Massaker,
der Ausweisung aller Europäer und der Abkapselung Japans bis zum
Jahre 1854).
Iemitsu stellte gerne seine Macht zu Schau, so versammelte er im Jahre
1634 insgesamt 309.000 Soldaten und Samurai zu einer Militärparade.
Durch die geschickte Reform der Verwaltung leitete der Beginn des Tokugawa-Shogunates
(ab 1603) eine 270-jährige Periode des inneren Friedens in Japan
ein.
Shogun (vollständiger Titel: Seii Taishogun, in etwa Großer
General und Besieger der Barbaren) war ein japanischer Militärtitel
für Anführer aus der Kriegerkaste der Samurai. Ursprünglich
entsprach ein Shogun ungefähr einem europäischen Herzog, im
Laufe der Zeit wurde er jedoch zum eigentlichen Herrscher Japans, der
anstelle des Kaisers (Tenno) die Macht innehatte.
Das Shogunat bezeichnete zunächst nur den Haushalt, später
auch den Verwaltungsapparat des Shogun. Auf japanisch wurde es bakufu
genannt (wörtl. Zeltregierung im Sinne von "Militäradministration").
Daimyô ist ein japanisches Wort und bedeutete am Anfang diejenigen,
die ihren Einfluß geltend auf dem Land machten. Nach dem Anfang
der Edo-Zeit wurde das Wort eine Bezeichnung für einen Samurai,
dessen Reiseinkommen mehr als 10.000 Koku (1 Koku = 180,39 Liter) ist.
Ein Daimyo ist ein feudaler Fürst in der Feudalstruktur des japanischen
Mittelalters. Der japanische Adel setzte sich aus Hofadligen, dem Schwertadel
(Samurai) und den Feudalfürsten in ihren Provinzen zusammen. Die
Kriegerkaste der Samurai unterteilte sich selber wieder in mehrere unterschiedliche
Ränge. Ein Daimyo stand einer Provinz vor, hatte viele Samurai
als Untergebene und konnte aus eigener Machtfülle Bürgerliche
in den Stand des Samurai erheben. Über dem Daimyo stand an sich
nur der Kaiser (Tenno), von dem alle weltliche und geistliche Macht
ausging, allerdings regierte ein starker Shogun, der selber an sich
nur ein Daimyo war, durch seine größere Macht im Namen des
Kaisers seine Kollegen.
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