die gluten- und kaseinfreie Ernährung

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über uns


Susanne  

Mein Name ist Susanne Strasser. Ich bin Bildungswissenschaflerin und arbeite als Referentin und Beraterin in der Elternbildung, als Persönlichkeits- und Selbstbestimmungstrainerin sowie in der Beratung und Therapie für Menschen mit autistischer Wahrnehmung. Zur Erweiterung meines beruflichen Spektrums studiere ich derzeit Psychologie.
Ich bin Mutter von zwei Kindern, einer Tochter mit autistischer Wahrnehmung (Tina, 24) und einem Sohn (Felix, 16).
Aufgrund der eigenen Erfahrung, dass eine Ernährungsumstellung ohne Anleitung und Hilfestellung sehr aufwendig und arbeitsintensiv sein kann, beschloss ich meine Erfahrungen zu sammeln und an andere Eltern weiterzugeben, damit sie diesen Weg schneller und einfacher gehen können. So entstanden diese Webpage und ein dickes Buch, das mittlerweile schon in der dritten Auflage erschienen ist.
Mehr zu meiner Person unter www.susanne-strasser.com


Tina  

Meine Tochter Tina kam 5 Wochen zu früh zur Welt und wurde noch im Kreissaal mit Streptokokken der Gruppe D infiziert. Sie verbrachte die ersten acht Lebenswochen auf der Intensivstation und bekam massiv Antibiotika verabreicht. Ihre Entwicklung verlief keinesfalls normal.

Wenn wir Glück hatten, schlief sie drei bis vier Stunden jede Nacht, mehr nicht. So manche Nacht schlief sie nicht einmal eine einzige Minute. Auch benötigte sie eine kleine Ewigkeit um überhaupt einzuschlafen und kein Einschlafritual konnte sie zur Ruhe bringen, sie reagierte nicht einmal auf Beruhigungsmittel.

Sie war kein glückliches Kind. In kaum einer Situation oder Umgebung schien sie sich wohl zu fühlen. Die meiste Zeit verbrachte sie schreiend und war durch nichts zu beruhigen. Ihre geistige Entwicklung stagnierte.

Tina erhielt die Diagnose frühkindlicher Autismus.

Nach einigen Jahren verzweifelter Suche fanden wir den passenden Weg für Tina. Ein auf Tinas Bedürfnisse abgestimmtes sensomotorisches Therapieprogramm (Functional Neurological Organization) brachte große Fortschritte in ihrer Entwicklung. Sie lernte sprechen, ein wenig lesen und schreiben. Ich darf sagen, dass ohne diese Therapie Tina verloren gewesen wäre. Verloren in einer autistischen Welt ohne Kontakt und ohne Kommunikation zur Außenwelt. Verloren für mich und ihre Familie, die nie hätten erfahren können, was in ihr steckt, nämlich ein liebenswertes Kind mit Gefühlen und Humor.

Erst als Tina elf Jahre war, begann ich die gluten- und kaseinfreie Diät. Obwohl ich bereits viel darüber gelesen hatte, zögerte ich, damit zu beginnen. Ich fürchtete die Ernährungsumstellung könnte zu aufwendig sein und mich als berufstätige Mutter von zwei Kindern überfordern. Zum Glück fasste ich dann doch irgendwann den Entschluss es wenigstens zu versuchen. Bereits nach zwei Wochen sah ich die ersten Verbesserungen. Keine Therapie vermochte es bisher auf Tinas gestörtes Schlafverhalten, auf ihre Unruhe, noch auf ihre Stuhlprobleme Einfluss zu nehmen. Elf Jahre konnte Tina nicht schlafen. Sie litt an extremer Verstopfung und hatte nur ein- bis zweimal mal wöchentlich Stuhl. Doch nach bereits zwei Wochen Diät schlief Tina jede Nacht bis zu 13 Stunden lang durch und hatte fast täglich Stuhl.

Fast jeden Tag erlebten wir ein kleines Wunder mit ihr. Ihrem Wortschatz fügten sich völlig neue Ausdrücke hinzu und ihre Kommentare waren weitaus sinnvoller denn je zuvor. Sie wurde ruhig und besonnen. Jeder Tag brachte neue Überraschungen und Verbesserungen.

Natürlich hat Tina noch immer die gleiche Diagnose und so wird es auch immer bleiben. Aber im Gegensatz zu einem schreienden, stereotypen, hyperaktiven, nicht sprechenden und unglücklichen Kind wurde aus ihr eine fröhliche, zeitweise sehr nachdenkliche junge Frau, die ihre Bedürfnisse ausdrücken kann und sehr wohl ihre eigene Meinung vertritt. Sie kommuniziert gerne mit den Menschen in ihrer Umgebung und verfügt über eine gehörige Portion Humor. Heute führt Tina ein weitgehend selbstbestimmtes Leben.

Keinen Tag würde ich mehr auf die Durchführung der gf/kf Diät verzichten, denn sie gab mir mein Kind zurück. Doch jeden Tag denke ich darüber nach, was gewesen wäre, hätte ich diese Diät schon früher begonnen. Welchen großartigen Erfolg hätte ich erreichen können, hätte ich damit begonnen, als Tina noch ein Baby war? Würde Tina überhaupt noch autistisch wahrnehmen, hätte ich mir rechtzeitig ein Herz gefasst und mich gegen die unsinnigen Ratschläge so mancher Ärzte hinweggesetzt um meinen eigenen Weg einzuschlagen? Ich werde es nie erfahren.

Deswegen bitte ich Sie, geben auch Sie Ihrem Kind die Chance auf eine bessere Lebensqualität.

Susanne Strasser


Anmerkung: Tinas Therapie besteht momentan aus der gluten-, kasein- und sojafreien Diät, Nahrungsergänzungsstoffen (Nu-Thera von Kirkman®, Enzymprodukten von Houston Nutraceuticals Inc.® und Calcium Powder von Kirkman®).

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