Just a little private blog of Heinz ... mainly satirical items, but check it out yourself.

30.1.07

Gerne wieder + + + + +

So macht man das. Wenn die USA im Gefängnis ohne Recht und Hoffnung, in Guantánamo einen Mann über ein Jahr lang kaserniert hat, und zwar mit mit Folter und allem was so dazu gehört, und dann die US-Beamten draufkommen, dass das Folteropfer eh niemals der Terrorszene zuzurechnen war und ist, und diesen Mann zurück in seine Heimat senden will, die - Achtung - NICHT die USA, sondern Deutschland ist, ja dann denkt man sich als hoher deutscher Beamter: "wird schon was dran sein", und läßt den Mann einfach weiter für ein paar Jahre im US-Gefängnis schmoren. Empfang verweigert, zurück an den Absender.

Und wenn das Folteropfer dann nicht an den Folterungen stirbt, sondern schließlich nach weiteren vier (!) Jahren doch nach Hause zurückkehren kann, dann sagt man als nunmehriger Außenminister: "Ich würde mich heute nicht anders entscheiden."

Einem deutschen Staatsbürger die Heimkehr aus einem unrechtmäßigen Foltergefängnis verweigern, und dann die Kritik an dieser Vorgangsweise mit ebay-"Gerne wieder" abtun?

Und so ein Mensch ist deutscher Außenminister? Herr Frank-Walter Steinmeier, von Ihnen können sogar die hartgesottensten A........er noch etwas lernen, Gratulation.

20.1.07

Den hat er sich schwer verdient

Na bitte. Der schöne Schnurrbart hat sich ausgezahlt, der eitelste Minister der Zweiten Republik bekommt nun einen Orden verliehen. Den braucht er zur Beruhigung auch für seine angegriffenen Nerven. Denn das ORF-Magazin "Report" zeigte in einem satirischen Beitrag "nachteilige Gesichtszuckungen" sowie "wortlose Mundbewegungen"und andere schwerwiegende Angriffe auf des Geldverteilers Menschenwürde.

Ja bitte, so geht das nicht. Unhaltbar. Wahnsinn. Dabei hat der gute Mann doch so viel für die östereichische Raserszene geleistet. Also her mit dem Goldzeugs. Und Klage. Klage gegen die Sendungsmacher. Weg mit denen, mundtot machen, Kritik verbieten.

Labels:

18.1.07

Kasperltheater

Kärnten ... Ortstafeln ...... zweisprachig ......... Kasperl ............ Krokodil ............... Prügel ..................... Kärnten ........................ Die Kinder lachen

Labels:

12.1.07

Die Kreischqueen und ihre Kritikerin

Na sowas, da schreibt sich mal eine TV-Kritikerin etwas von der Seele, und prompt wird sie geklagt *kreisch*.

Screachqueen Arabella fühlt sich in ihrer Ehre verletzt, weil die Journalistin geschrieben habe, sie würde die grauenhafte Art und das Gekreische der Moderatorin (?) "nicht aushalten", ja sie sogar dafür "hassen".

*keuch*

Wie heisst es bei den Desperate Housewives: wenn man jemanden hasst, dann hat man wenigstens noch Gefühle für die Person. *brrr*

Bei unsereins ist es anders *kicher*. Auch auf die Gefahr, von Kreischabella deswegen geklagt zu werden: Sie ist uns herzlich egal *schluck*. Ihr Gekreische hat keine Chance die heimatliche Glotze zu verseuchen.

*uff*

Labels:

11.1.07

Gubsi Horbach entfesselt

Der scheidende Verkehrsminister von Bananistan kennt keine ruhige Minute. Unermüdlich tut er, was er am besten kann. Die sympathische Rotzbremse schachert Posten im großen Stil.

Eine Firma mit acht (8) Mitarbeitern bekommt fünf Minuten vor Geschäftsschluß noch einen zweiten Geschäftsführer aufgehalst. Den ehemaligen Kabinettchef des Ministers.

Diese Riesenfirma wird weiters durch vier (4) neue Aufsichtsräte kontrolliert. Alles Leute aus dem engsten Umfeld des Ministers.

Gut gepolsterte Konsulentenverträge, weitere Aufsichtsratsbesetzungen, weitere Postenzuschanzungen. Hubsi weiß, wie man sich Freunde macht. Bevor er die Tür des Ministeriums ein letztes Mal hinter sich zumacht, kennt er kein Halten mehr. Wer ihm jetzt noch vor den Weg läuft, schwupps, ist schon frisch gebackener Aufsichtsrat.

"Gubsi Horbach - Es gibt immer etwas zu tun!"

Labels:

26.12.06

Dem Christkind

Liebes Christkind,

also zuerst einmal vielen Dank. Gefällt mir total gut, diese neue Broschüre. Ich habe nachgezählt, man sieht mich auf genau 48 Hochglanzfotos. Da wird sich meine Mama freuen. Und dem Arnie schick' ich auch eine nach Kalifornien, soll er zerspringen vor Neid. Ärgert mich ja noch immer, dass er mich damals aus dem Bild drängen hat lassen.

Aber auch egal jetzt. War übrigens eh billig, diese Broschüre. Kostet den Steuerzahler läppische 29.000,- Eier. Das wird's den IdiotenWählern ja wohl wert sein. Immerhin können die jetzt endlich mal die Audis und BMWs mit 180 Sachen auf den Autobahnen ausfahren. Oder war das jetzt weniger? Ja, schau mer amal, vielleicht geht da noch was.

Jedenfalls Danke nochmals, ich hoffe ich kann mich bei Dir einmal revanchieren. Komm' einfach in mein neues Büro am Bodensee, wenn ich nicht mehr Minister bin, und dann schau mer mal, gell. Wird sich schon was finden, einige Agenturen schulden mir ja jetzt eine ganze Menge. Die habe ich mir sauber hergerichtet. Alles zum Wohle der Bevölkerung, eh klar.

So, jetzt habe mir grad die Lachtränen aus den Augen und vom prächtigen Schnurrbart wischen müssen. Bin schon wieder da.

War schon schön, Minister gewesen zu sein. Aber noch bin ich's ja. Von mir aus können die Roten und die Schwarzen sich noch ewig herumstreiten. Das ist jetzt die beste Zeit für unsereins, da kann ich mir noch viele Rutschen für später legen.

Gemma's an.

Bis nächstes Jahr,
Dein Hubsi

Labels:

22.10.06

Bananistan-News

Bananistan-Stadt. Oktober 2006.

Der Verkehrsminister von Bananistan könnte bald im Guinessbuch der Rekorde erscheinen. Und zwar mit dem höchsten je gemessenen Gier Unverfrorenheitswert auf der nach oben offenen Privilegienskala.

Bevor er sich in die Privatwirtschaft zurückzieht, verkauft er dem Unternehmen, das er zukünftig mit seiner Mitarbeit veredeln will, noch in seiner Funktion als Verkehrsminister ein privatisiertes Unternehmen, das perfekt ins Portfolio des zukünftigen Arbeitgebers passt. Übrigens wird er in Zukunft in einem Prachtgebäude der Bananistan-Post (Jugendstilambiente, exklusive Seelage) arbeiten. Die Post ist dem Infrastrukturministerium zugeordnet, das ebenfalls vom Bananenminister Verkehrsminister geleitet wird. Details über den Mietvertrag sind nicht bekannt.

Der Minister fährt gerne schnell Auto. Und so
  • schafft er eine sogenannte "Tempo 160"-Teststrecke auf einer Autobahn, und will es bei nur einer "Teststrecke" nicht bewenden lassen,
  • führt er Licht-bei-Tag für Autos ein, damit Rasern, die sich rasch von hinten nähern, schnellstens Platz gemacht wird,
  • ist er strikt gegen die gesundheitsfreundliche Maßnahme Tempo-100 auf Autobahnen, wobei er glasklare und fundierte wissenschaftliche Argumente wie "pure Schikane für Autofahrer", "umweltpolitische Nullmaßnahme" oder "untergrabe das Bedürfnis nach Rasen Mobilitätsbedürfnis der Menschen" einbringt,
  • hat er vom Innenministerium von Bananistan Blaulicht für sein Dienstfahrzeug angefordert, was ihm prompt verweigert wurde.
Bei einem der größten Verkehrsunternehmen von Bananistan arbeitet ein Consulting-Guru im Aufsichtsrat des Unternehmens. Gleichzeitig bezieht dessen Consulting-Firma Aufträge aus diesem Verkehrsunternehmen.

Eine Werbeagentur, die im Besitz der Partei ist, der auch der Verkehrsminister angehört, erhält einen Auftrag in der Höhe von 240.000 Euro. Für diese Summe wurde ein PR-Konzept für eine Baugesellschaft entwickelt. Laut der Tageszeitung Österreich habe die beauftragte PR-Betreuung drei Monate gedauert, am Ende habe man ein schriftliches Konzept erhalten. Die auftraggebende Baugesellschaft hatte sich einige Monate danach auch um den Bau einer Autobahnstrecke im Nordosten von Bananistan beworben. Die Vergabe von Autobahnbauten passiert im - erraten - Verkehrsministerium.

Labels: