Just a little private blog of Heinz ... mainly satirical items, but check it out yourself.

20.1.07

Den hat er sich schwer verdient

Na bitte. Der schöne Schnurrbart hat sich ausgezahlt, der eitelste Minister der Zweiten Republik bekommt nun einen Orden verliehen. Den braucht er zur Beruhigung auch für seine angegriffenen Nerven. Denn das ORF-Magazin "Report" zeigte in einem satirischen Beitrag "nachteilige Gesichtszuckungen" sowie "wortlose Mundbewegungen"und andere schwerwiegende Angriffe auf des Geldverteilers Menschenwürde.

Ja bitte, so geht das nicht. Unhaltbar. Wahnsinn. Dabei hat der gute Mann doch so viel für die östereichische Raserszene geleistet. Also her mit dem Goldzeugs. Und Klage. Klage gegen die Sendungsmacher. Weg mit denen, mundtot machen, Kritik verbieten.

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18.1.07

Kasperltheater

Kärnten ... Ortstafeln ...... zweisprachig ......... Kasperl ............ Krokodil ............... Prügel ..................... Kärnten ........................ Die Kinder lachen

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11.1.07

Gubsi Horbach entfesselt

Der scheidende Verkehrsminister von Bananistan kennt keine ruhige Minute. Unermüdlich tut er, was er am besten kann. Die sympathische Rotzbremse schachert Posten im großen Stil.

Eine Firma mit acht (8) Mitarbeitern bekommt fünf Minuten vor Geschäftsschluß noch einen zweiten Geschäftsführer aufgehalst. Den ehemaligen Kabinettchef des Ministers.

Diese Riesenfirma wird weiters durch vier (4) neue Aufsichtsräte kontrolliert. Alles Leute aus dem engsten Umfeld des Ministers.

Gut gepolsterte Konsulentenverträge, weitere Aufsichtsratsbesetzungen, weitere Postenzuschanzungen. Hubsi weiß, wie man sich Freunde macht. Bevor er die Tür des Ministeriums ein letztes Mal hinter sich zumacht, kennt er kein Halten mehr. Wer ihm jetzt noch vor den Weg läuft, schwupps, ist schon frisch gebackener Aufsichtsrat.

"Gubsi Horbach - Es gibt immer etwas zu tun!"

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26.12.06

Dem Christkind

Liebes Christkind,

also zuerst einmal vielen Dank. Gefällt mir total gut, diese neue Broschüre. Ich habe nachgezählt, man sieht mich auf genau 48 Hochglanzfotos. Da wird sich meine Mama freuen. Und dem Arnie schick' ich auch eine nach Kalifornien, soll er zerspringen vor Neid. Ärgert mich ja noch immer, dass er mich damals aus dem Bild drängen hat lassen.

Aber auch egal jetzt. War übrigens eh billig, diese Broschüre. Kostet den Steuerzahler läppische 29.000,- Eier. Das wird's den IdiotenWählern ja wohl wert sein. Immerhin können die jetzt endlich mal die Audis und BMWs mit 180 Sachen auf den Autobahnen ausfahren. Oder war das jetzt weniger? Ja, schau mer amal, vielleicht geht da noch was.

Jedenfalls Danke nochmals, ich hoffe ich kann mich bei Dir einmal revanchieren. Komm' einfach in mein neues Büro am Bodensee, wenn ich nicht mehr Minister bin, und dann schau mer mal, gell. Wird sich schon was finden, einige Agenturen schulden mir ja jetzt eine ganze Menge. Die habe ich mir sauber hergerichtet. Alles zum Wohle der Bevölkerung, eh klar.

So, jetzt habe mir grad die Lachtränen aus den Augen und vom prächtigen Schnurrbart wischen müssen. Bin schon wieder da.

War schon schön, Minister gewesen zu sein. Aber noch bin ich's ja. Von mir aus können die Roten und die Schwarzen sich noch ewig herumstreiten. Das ist jetzt die beste Zeit für unsereins, da kann ich mir noch viele Rutschen für später legen.

Gemma's an.

Bis nächstes Jahr,
Dein Hubsi

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22.10.06

Bananistan-News

Bananistan-Stadt. Oktober 2006.

Der Verkehrsminister von Bananistan könnte bald im Guinessbuch der Rekorde erscheinen. Und zwar mit dem höchsten je gemessenen Gier Unverfrorenheitswert auf der nach oben offenen Privilegienskala.

Bevor er sich in die Privatwirtschaft zurückzieht, verkauft er dem Unternehmen, das er zukünftig mit seiner Mitarbeit veredeln will, noch in seiner Funktion als Verkehrsminister ein privatisiertes Unternehmen, das perfekt ins Portfolio des zukünftigen Arbeitgebers passt. Übrigens wird er in Zukunft in einem Prachtgebäude der Bananistan-Post (Jugendstilambiente, exklusive Seelage) arbeiten. Die Post ist dem Infrastrukturministerium zugeordnet, das ebenfalls vom Bananenminister Verkehrsminister geleitet wird. Details über den Mietvertrag sind nicht bekannt.

Der Minister fährt gerne schnell Auto. Und so
  • schafft er eine sogenannte "Tempo 160"-Teststrecke auf einer Autobahn, und will es bei nur einer "Teststrecke" nicht bewenden lassen,
  • führt er Licht-bei-Tag für Autos ein, damit Rasern, die sich rasch von hinten nähern, schnellstens Platz gemacht wird,
  • ist er strikt gegen die gesundheitsfreundliche Maßnahme Tempo-100 auf Autobahnen, wobei er glasklare und fundierte wissenschaftliche Argumente wie "pure Schikane für Autofahrer", "umweltpolitische Nullmaßnahme" oder "untergrabe das Bedürfnis nach Rasen Mobilitätsbedürfnis der Menschen" einbringt,
  • hat er vom Innenministerium von Bananistan Blaulicht für sein Dienstfahrzeug angefordert, was ihm prompt verweigert wurde.
Bei einem der größten Verkehrsunternehmen von Bananistan arbeitet ein Consulting-Guru im Aufsichtsrat des Unternehmens. Gleichzeitig bezieht dessen Consulting-Firma Aufträge aus diesem Verkehrsunternehmen.

Eine Werbeagentur, die im Besitz der Partei ist, der auch der Verkehrsminister angehört, erhält einen Auftrag in der Höhe von 240.000 Euro. Für diese Summe wurde ein PR-Konzept für eine Baugesellschaft entwickelt. Laut der Tageszeitung Österreich habe die beauftragte PR-Betreuung drei Monate gedauert, am Ende habe man ein schriftliches Konzept erhalten. Die auftraggebende Baugesellschaft hatte sich einige Monate danach auch um den Bau einer Autobahnstrecke im Nordosten von Bananistan beworben. Die Vergabe von Autobahnbauten passiert im - erraten - Verkehrsministerium.

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25.8.06

Die Polizei bei der Arbeit

Situation 1

Wien 2006, eine Wohnung in Favoriten. 3 Uhr in der Nacht.

Eine Sondereinheit bricht die Tür ein, erobert die Wohnung mit gezückten Waffen. In der Wohnung soll sich ein dunkelhäutiger Ausländer befinden, der nicht über eine Aufenthaltsgenehmigung verfügt.

Sie reissen den Mann aus dem Schlaf, drehen seine Arme auf den Rücken, und führen ihn in gebeugter Haltung in den Polizeiwagen.

Situation 2

Wohnung in Strasshof. Ein Tag im Jahr 1998, 15 Uhr.

Polizist klingelt an der Eingangstür, der Inhaber der Wohnung öffnet.

Polizist: "Grüß Gott. Wir suchen den Entführer eines 10-jährigen Mädchens. Er soll die Kleine mit einem weissen Kastenwagen, wie Sie einen besitzen, entführt haben. Kurze Frage: Waren Sie das vielleicht?"

Wolfgang P.: "Nein, sicher nicht. Ich brauche den Wagen nur für das Führen von Baumaterialien. Ich baue gerade meine Garage um."

Polizist: "Ach so, danke. Dann noch gutes Gelingen. Auf Wiedersehen."

Wolfgang P. schließt die Tür.

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17.7.06

Zwei Tage auf See

Eine Yacht irgendwo im adriatischen Meer. 5 Menschen sind an Bord, darunter ein Finanzminister und ein Spekulant. Hier das vollständige Protokoll der Gespräche zwischen den beiden.

Tag 1

8:00 Uhr
Der Finanzminister: "Guten Morgen."
Der Spekulant: "Guten Morgen."
Beide drücken sich auf dem schmalen Deck aneinander vorbei.

12:00 Uhr
Der Spekulant: "Mahlzeit!"
Der Finanzminister: "Einen guten, wünsch' ich."
Der Spekulant: "Danke, Ihnen auch."
Sie setzen sich zu Tisch.

18:00 Uhr
Der Finanzminister und der Spekulant stehen nebeneinander an der Reling und blicken auf das Meer hinaus.
Der Finanzminister: "War ein schöner Tag heute."
Der Spekulant: "Ja. Morgen soll's auch wieder schön sein."
Der Finanzminister: "Na hoffentlich."

22:00 Uhr
Der Spekulant: "Gute Nacht!"
Der Finanzminister: "Gute Nacht!"

Tag 2

8:00 Uhr
Der Finanzminister: "Guten Morgen!"
Der Spekulant: "Guten Morgen!"

12:00 Uhr
Der Spekulant: "Guten Appetit!"
Der Finanzminister: "Danke, wünsch' ich Ihnen auch."

18:00 Uhr
Der Finanzminister: "Wir müssen schon wieder runter vom Schiff."
Der Spekulant: "Schade, dass wir nicht miteinander plaudern konnten."
Der Finanzminister: "Ja, schade. Aber vielleicht ergibt sich bald mal etwas."
Sie schütteln sich die Hände. Der Finanzminister verlässt die Yacht. Der Spekulant winkt ihm kurz nach, dann legt er sich in einen Liegestuhl an Deck.

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21.5.06

Die Sonne lebt!

US-Wissenschafter sind sich sicher: die Sonne ist ein lebendiges Wesen. Sie kann denken und vermutlich auch fühlen. Das wollen die Astroforscher nach zähen Untersuchungen herausgefunden haben. Die Kirchen können sich anschnallen: hatten die alten Inkas recht mit ihrer Sonnenanbetung?

Nicht nur dass es ausserirdisches Leben gibt, wir haben es doch tatsächlich täglich vor unseren Augen. Unsere Sonne ist ein lebendiger Körper. Allerdings ist sie in keiner Weise mit irgendeinem Lebewesen der Erde vergleichbar.

"Während wir bei 40 Grad von hohem Fieber sprechen", sagt der Forschungsleite A. Stronomy, "hat die Sonne allein schon auf ihrer Oberfläche eine Temparatur von 10.000 Grad. Innen sind es dann gleich einige Millionen Grad."

Gott ist also heiß. Das ist zwar die Botschaft der Kirchen, aber so buchstäblich hätte sich das der Vatikan wohl doch nicht vorgestellt. Von dem es übrigens dazu noch keinen Kommentar gibt. "Wir werden das prüfen," mehr war vom persönlichen Sekretär des Papstes, Kardinal Eros Giovanotti, nicht zu erfahren.

Der iranische Präsident spricht von einem Komplott des Westens, der gegen die religiösen Gefühle der Moslems gerichtet sei. "Allah ist groß, aber noch viel größer als die Sonne," sagte M.A. gegenüber dem Autor. Das werde der gottlose Westen bald zu spüren bekommen. Im Iran werde außerdem gerade ein Gesetz vorbereitet, das den Aufenthalt bei Sonnenlicht im Freien verbietet.

Andere nehmen die Botschaft wesentlich unbeeindruckter. "Schön, die Sonne lebt also," sagte der bekannte Agnostiker F. Eschztein, "und sieht uns zu. Solange sie da oben bleibt und sich nicht einmischt, ist mir alles recht."

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21.1.05

Keine Gnade?

Und also spricht der Gouverneur von Kalifornien über einen Mann, der hingerichtet werden soll:
"Nichts in diesem Gesuch überzeugt mich davon, dass er die Schwere seiner Taten nicht verstand".

Und in einem Interview mit der Kronen-Zeitung hält Schwarzenegger fest:
"Ich habe gerade diesen Fall sehr lange und gewissenhaft geprüft, aber leider nichts gefunden, das eine Begnadigung gerechtfertigt hätte."
"Als er die brutalen Morde [...] beging, war er in vollem Besitz seiner geistigen Kräfte. Mir blieb keine andere Wahl, als das Gnadengesuch abzulehnen."

Was bedeutet das? Hat der Gouvernator George W. Bush entführt? Bangt die Welt nun um den amerikanischen Präsidenten? Auch der war ja - so sagt man - im vollen Besitz seiner geistigen Kräfte, als er den zweiten Irak-Krieg mit erfundenen Beweisen und Lügen begonnen hatte.

Nein, keine Angst. Hier ist nur die Rede von einem 61jährigen Amerikaner, der scheinbar an einer schweren Gehirnkrankheit litt, als er 1982 zwei Frauen ermordet hatte. Die Hinrichtung wurde bereits vollzogen.

Der Mann mit dem Vollbesitz der geistigen Kräfte, der die Schwere seiner Tat trotzdem noch immer nicht versteht, bleibt der Welt dagegen noch lange erhalten.

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7.1.05

Die Rückkehr

Dramolett

Wien, Heldenplatz. Der aus dem Urlaub zurückgekehrte Minister steht auf einem großen Sprecherpodest. Vor ihm ist ein ganzer Wald von Mikrophonen und Fernsehkameras. Hinter ihm steht sein Kabinettschef. In 5 Meter Abstand befindet sich
vor dem Podest eine polizeiliche Absperrung, dahinter stehen etwa 20 Jugendliche, adrett und fein gekleidet. Sie halten Tafeln mit dem Namen des Ministers und selbst gemalten Herzen hoch. Die Jugendlichen brechen immer wieder in Jubelrufe aus.

Der Minister:
"Am ersten Tag nach der Katastrophe habe ich eigenhändig die Wände meines Hotels neu errichtet. Mittels Videoübertragung habe ich gleichzeitig als Gast an der Kabinettssitzung der örtlichen Regierung teilgenommen, und über Wirkung und Herstellung eines Nulldefizits auch in Krisenzeiten referiert. Das Sprechen während der harten körperlichen Arbeit ist mir dabei immer leicht gefallen."

Rufe aus dem Publikum:
"Bravo! Hoch lebe er! Bitte heirate mich!"

Der Minister:
"Am nächsten Tag habe ich in meinem unvergleichlichen Großmut auf einen Platz im Flugzeug verzichtet, schließlich hat mich die Regierung des Landes händeringend um meine weitere Anwesenheit gebeten. Und so habe ich in den folgenden Tagen die Swimming-Pools gereinigt, das Trinkwasser regeneriert, Kirchen und Moscheen errichtet, Frieden zwischen den verfeindeten Bürgerkriegs-Parteien gestiftet, und eine nachhaltige Steuerreform für den gesamten asiatischen Raum eingeführt."

Heisere Rufe aus dem Publikum:
"Bravo! Braaaavoooo! Du bist mein Held!"

Der Kabinettschef wirft Autogrammkarten des Ministers in Richtung des jugendlichen Publikums. Beim Versuch, die Karten zu erhaschen, stossen einige Jugendliche zusammen. Mädchen fallen in Ohnmacht, Seidentücher lösen sich und flattern mit dem Wind davon. Fiakerpferde am nahe gelegenen Standplatz wiehern und stossen mit den Hufen aus. Die Polizei fordert Verstärkung an.

Vorbeigehende Passanten schütteln den Kopf. Einer der Passanten murmelt immer wieder: "250.000 Euro". Tränen rinnen über sein Gesicht.

Vorhang.

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23.10.04

Die Verfassung bin ich!

In einem europäischen Land gibt es also einen Innenminister, der sagt: "Was Recht ist, muss nicht unbedingt gut sein". Was war geschehen? Der Verfassungsgerichtshof dieses Landes hatte festgestellt, dass Gesetze aus der Feder des Innenministeriums gegen die Verfassung verstossen würden. Diese Feststellung hatte den Innenminister zu seiner Aussage bewogen.

Dafür bin ich ihm natürlich dankbar.

Stellen wir uns vor: Wir parken falsch, rasen mit 50 km/h durch eine Wohnstrasse, spucken fremden Menschen ins Gesicht oder schlagen sie. Und wenn der Arm des Gesetzes mahnend oder gar strafend zugreifen will, sagen wir einfach: "Da sollte den Juristen des Gesetzgebers doch etwas einfallen, das modern ist, und das dem 21. Jahrhundert entspricht. Denn was Recht ist, muss nicht unbedingt auch gut sein." Und das war's dann hoffentlich.

Keine Steuern mehr zahlen (was im engsten Umkreis des Finanzministers desselben Landes bereits tadellos vorgeführt wird), andere Menschen gefährden, sich wie ein Rowdy aufführen - sollten wir dabei gegen Gesetze verstossen, so diskutieren wir einfach über die Sinnhaftigkeit derselben. Dazu haben wir ja unseren Hausverstand.

Herr Minister, ich hoffe, Ihre Aussage ist auch auf diverse Bundes- und Landesgesetze anwendbar? Aber ich gehe jetzt einmal davon aus, und werde mich gleich als erstes einmal nicht mehr an Tempolimits auf geraden Bundesstrassen halten, wo so ein Tempolimit ja wirklich völlig sinnlos ist. Als nächstes denke ich an die Steuern, die laut einem sehr unguten Gesetz zu zahlen sind.

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