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NOMINIERT FÜR DEN ÖSTERREICHISCHEN FILMPREIS 2013

PLATZ 1 IN DEN FALTER-KINOCHARTS 2012

ZWEIFACHE NOMINIERUNG ("BESTER ÖSTERREICHISCHER FILM", "BESTER DOKUMENTARFILM") FÜR DEN PREIS DER ÖSTERREICHISCHEN FILMKRITIK

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LOW DEFINITION CONTROL
(MALFUNCTIONS #0)


A 2011, 35mm CinemaScope 1: 2,35, b/w & color, Dolby Digital, 95 min.

Ein Film von / a film by: Michael Palm
Musik / music: Trevor Duncan, Maurice Ravel
Produzent / producer: Johannes Hammel, hammelfilm
Support: Innovative Film Austria BmUKK, ORF Film/Fernseh-Abkommen, Wien Kultur, Kulturamt OÖ
Verleih / distributor:
Sixpackfilm
Verleih in Österreich / distributor in Austria: Stadtkino Filmverleih Wien
Shot on Kodak Tri-X Super-8 SW-Film und HD-Video, blow-up to 35mm
 

Low Definition Control ist ein Film über Bilder. Überwachungskameras, medizinische Ultraschalldetektoren und Computertomographen produzieren Vorstellungen von konformem Verhalten und gesunden Körpern, aber auch von Abweichungen, Auffälligkeiten und verborgenen Risiken. Im Zeichen von Terrorangst, Risikoprävention und umfassenden Kontrollphantasmen lenken diese Bilder den Blick auf eine mögliche Zukunft.

Low Definition Control ist ein dokumentarischer Science/Fiction-Film über diese Zukunft.
 

INFORMATIONSMATERIAL LADEN

Low Definition Control is a film about images.
Surveillance cameras, ultrasound detectors and MRI images in medicine are fabricating models of conformist behaviour and healthy bodies but as well of anomalies, suspicion and hidden risks. In times of terrorist threat, risk prevention and all-embracing control phantasms these images foreshadow a possible future.


Low Definition Control
is a documentary science fiction feature film about this future.
 

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Low Definition Control is a meaty philosophical encounter, something which discusses our position in an observed world with an honest line of enquiry, searching for the root of our reclusiveness since the turn of the millennium. Of course, these discussions are necessary in film, experimenting with cinema’s position in documenting our anxieties and conditioning, and at the same time, exploring how we can address these issues.
Andrew Latimer, TVBOMB, UK

Hinter den Unmengen an klugen Gedanken, Fragen und Ebenen, die einen noch lang nach diesem Film nicht loslassen werden, steckt allerdings noch ein kleiner emotionaler Kern, der Palm als definitiven Verfechter des Kinos und des Films outet. Wie einfach hätte er sein Werk mit richtigen Überwachungskamerabildern bestücken können, die ihm Maschinen und Computer zu Haufe liefern. Doch er hat lieber in Handarbeit und auf einem aussterbenden Material gedreht und damit einen stillen Gegenentwurf geschaffen. Seine Bilder über Bilder sind echt. Und tragen einen Exzess an Informationen in sich, dessen Entschlüsselung mehrere Leben beanspruchen würde. Ein vielschichtiges, umfangreiches und denkwürdiges Postulat über die Macht der Bilder.

Beatrice Behn, kino-zeit.de

A fascinating film that makes a virtue of its intellectual standpoint - asking serious questions about the watched and the watchers in society and offering no easy answers.
Amber Wilkinson, Eye for Film, UK

Science Fiction or 'science fact'? Michael Palm's dizzyingly ambitious and monumentally dystopian work discusses the politics of the visible in contrasty black-and-white Cinemascope images, which are made directly for the unique space of the cinema - and which has to be experienced here. Low Definition Control is a solid, visionary and sharply conceived film - and an aesthetic triumph.
CPH:DOX

A documentary science fiction film as archeology of images of the future, shaped as virtuoso cinematographic essay.
Marcelo Alderete, OTROS CINES

Prescient.
Andrea Picard, The Best of 2011 in Avant-Garde Film, INDIEWIRE.COM


Außerordentlich in jeder Hinsicht unter den neuen Filmen der Viennale ist Michael Palms abendfüllender Essay, eine faszinierende Auseinandersetzung mit Tendenzen der Überwachungsgesellschaft, die seit 9/11 immer stärker forciert - und akzeptiert - werden. (...) Ein Viennale-Highlight.
Christoph Huber, DIE PRESSE


Michael Palms vortrefflicher dokumentarischer Science-Fiction-Essay konfrontiert uns mit Wahrnehmungsfragen zwischen Risikoprävention und biopolitischen Visionen und an Schnittstellen aufreibender Inspektion.
FALTER

Ein sprödes Meisterstück.
Stefan Grissemann, PROFIL

FILM FESTIVALS / SCREENINGS

VIENNALE - Vienna International Film Festival (AT)

CPH:DOX* Copenhagen Int. Documentary Film Festival (DK)

DENVER FILM FESTIVAL (USA)

26° MAR DEL PLATA INTERNATIONAL FILM FESTIVAL (ARG)

41. INTERNATIONAL FILM FESTIVAL ROTTERDAM (NL)

FICUNAM, Mexico City (MEX)

DIAGONALE, Graz (AT)

HAMBURGER DOKUMENTARFILMWOCHE, Hamburg (D)

VISIONS DU RÉEL, Nyon (CH)

CROSSING EUROPE, Linz (AT)

JEONJU INTERNATIONAL FILM FESTIVAL (KOR)

INDEPENDENT FILM INT. FESTIVAL, Mar del Plata (ARG)

SUBVERSIVE FILM FESTIVAL ZAGREB (HR)

DOCUMENTA MADRID
(E), awarded with the
Second Prize, Original Full-length Film

FID MARSEILLE, Festival international de cinéma (F)

ÖSTERREICHISCHES FILMMUSEUM, Wien (AT)

KAUNAS INTERNATIONAL FILM FESTIVAL (LT)

 

NEW HORIZONS INT. FILM FESTIVAL, Wroclaw (P)

EDINBURGH INTERNATIONAL FILM FESTIVAL (UK)

SIGNES DE NUIT (F)

DOCLISBOA (P)

LEEDS INTERNATIONAL FILM FESTIVAL (UK)

CORK FILM FESTIVAL
(IE)

KASSELER DOKFEST (D)

DOCUMENTARY MONDAY, Kinosvetozor Praha (CZ)

NATIONAL GALLERY OF ART, Washington DC (USA)

Oct 2012: Kinoeinsatz
STADTKINO WIEN


NONFIKTIONALE, Bad Aibling (D)

CENTRE DE LA PHOTOGRAPHIE, Genève (CH)

FORUM STADTPARK, Graz (A)

EUROPEAN MEDIA ART FESTIVAL, Osnabrück (D)

ACCES(s) CULTURES ÉLECTRONIQUES, Pau (F)

ur5banize! Internationales Festival für urbane Erkundungen, Wien (AT)

CINEMA SPOUTNIK, Genève (CH)

SYNOPSIS

Es scheint, dass die moderne Massengesellschaft bezüglich ihrer Fortdauer abhängt von der Vorausberechnung – das heißt Manipulation – aller individuellen Reaktionen und Verhaltensmuster, die gesellschaftlich von Belang sind. Wir sind längst dabei, die Haltungen der Leute vorzuprägen; falls die Gesellschaft diesen Weg fortsetzte, schrumpfte die sogenannte „Persönlichkeit“ zu einem mathematischen Punkt, was hieße, dass der Mensch zum Traum des Statistikers würde.

Siegfried Kracauer, Geschichte – Vor den letzten Dingen (1969)

 

Zehn Jahre nach 9/11 hat die Figur des Schläfers nicht nur zu erweiterten Handlungsspielräumen im Rahmen sicherheitspolizeilicher Überwachungs- und Präventionsszenarien im war against terror geführt. Sie geistert auch durch medizinische Körperbilder und gesundheitspolitische Regierungstechniken. Sie verändert die Wahrnehmung hin zu einem paranoischen Blick, der überall Potentiale sucht, die entweder als tickende Zeitbomben entschärft oder als Zukunftsoptionen abgeschätzt werden müssen. Kurzum, der Schläfer ist nicht nur zur unheimlichen Pop-Ikone gegenwärtiger Bedrohungszenarien, sondern zum Sinnbild unsicherer Zukünfte in einer Gesellschaft voller Risiken geworden.

 

Low Definition Control untersucht, inwieweit das Gespenst des Schläfers die Produktion von Wissen durch bildgebende Systeme in der Überwachungstechnologie, der Sozialkontrolle und der Medizin verändert. Begriffspaare wie Sicherheit und Risiko, Prävention und Kontrolle sind die Ausgangspunkte für eine filmische Reflexion über den Stellenwert technischer Bilder und deren Einbettung in neoliberale Entwürfe von Subjektivität und Selbstführung.

 

Low Definition Control durchdringt die Transformation des Blicks im Zeichen des Schläfers auf einer unmittelbar filmischen Ebene: Grobkörnige dokumentarische Bilder von menschlichen Bewegungen und alltäglichen Gesten in öffentlichen Räumen, aber auch virtuelle Bilder aus den Seh-Apparaten der Medizin, werden kontrapunktisch zu einer vielstimmigen, interdisziplinär besetzten Expertenkonferenz auf der Tonebene montiert. Dabei werden Bildverfahren fokussiert, die auf die Sichtbarmachung von Konformität und Delinquenz, Gesundheit und Krankheit, Normalität und Abweichung abzielen. Zwischen Bild und Ton entfaltet sich ein Streitgespräch, das zu einer Überprüfung der eigenen Wahrnehmung einlädt und deutlich macht, welche weitreichenden subtilen Veränderungen technische Kontrollbilder in menschlichen Wahrnehmungen, sozialen Handlungen und biopolitischen Aushandlungsprozessen nach sich ziehen.

SYNOPSIS

It appears that modern mass society depends on the predictability – i.e., manipulation – of all individual responses and behavior patterns which are socially significant. We have already gone far in preconditioning people’s attitudes; should society carry on this way, the so-called „personality“ would dwindle to a mathematical point – man, that is, would become a statistician’s dream.


Siegfried Kracauer, History – The Last Things Before The Last (1969)


Ten years after 9/11 the spectre of the sleeper has not only led to an extension of the police’s scope of action in the framework of surveillance and prevention scenarios in the war on terror; it also haunts technical images of the human body and the governance of public health. It transforms perception into a paranoid gaze, looking for potentials – either ticking time bombs which need to be disarmed or future options which need to be fathomed. In short, the sleeper has not only become the uncanny pop icon in scenarios of menace but a general metaphor for the uncertain futures of a society full of risks.



 

Low Definition Control explores how far the sleeper has changed knowledge produced by imaging systems which are used in medicine and surveillance technology. Binary terms like security/risk or prevention/control are the starting point of a cinematic reflection about the state of technical images an their embedment into neo-liberal concepts of subjectivity and self-governance.

 


Low Definition Control
pervades this transformation of the gaze in the sign of the sleeper as an immediate cinematic experience: grainy documentary images of human movements and everyday gestures in public spaces as well as virtual images made by medical apparatus are counterpointed by an interdisciplinary scientific conference on the soundtrack. The experts focus on imaging procedures discerning between comformity and delinquency, health and disease, normality and deviance. The unfolding disputation between image and sound provokes a re-evaluation of one’s own bias, thus making palpable the subtle changes in human perceptions, social actions and biopolitics which images of control have caused.

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