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LANDESLIGA 2011/12: Bericht: Ossi Riedler
Runde 11:
Weiz - Spg. Feldbach-Kirchberg 3½:4½
Unter Vorgabe des Spitzenbrettes und dem dadurch bedingten Aufrücken
fiel die Niederlage recht knapp aus. Wir beenden somit die Saison auf
dem 11. Platz. Br. 1: FM Singer, Richard - IM Pilaj, Herwig Mag. G ½ - ½
Br..2: Sonnberger, Thomas - Nuster, Erwin ½ - ½ Br. 3: NM Draxler,
Josef Di. - Wilfling, Hermann ½ - ½ Br..4: Raith, Heimo DI. -
Krumphals, Friedrich DI ½ - ½ Br. 5: Stifter, Ewald - Almer, Gerald
0 - 1 Br..6: WMK Klinkan, Elisabeth G - Nuster, Robert ½ - ½ Br.
7: Hiebler, Laura J - Horvath, Reka 1 - 0 Br..8: Brett nicht
besetzt, - Wilfling, Sandra J - - +
Als Abschluss einer erfolgreichen und schönen Saison haben wir gegen
Stainz einen friedlichen Ausgang angepeilt. Es gab dann auch tatsächlich
ein 4:4. Wobei in dieser Begegnung gegen die ersatzgeschwächten Stainzer
mit unserem ELO-Übergewicht von 580 Punkten eigentlich ein
Mannschaftssieg drinnen war. Bei etwas weniger Übersehern hätten wir
diesmal locker 2 bis 3 Punkte mehr machen können und ein 7. Gesamtrang
wäre durchaus möglich gewesen. So dürfen wir uns über einen beachtlichen
9. Rang in der Schlussabrechnung freuen. Ich möchte mich daher auch bei
allen Spielern für den gezeigten Einsatz und die tollen Leistungen recht
herzlich bedanken.
Br1: Gegen Ernst Sackl legte ich die Partie mit
Weiß ruhig und auf Abwarten an. DIe mehrfachen Remisangebote zwischen
dem 14. und 23. Zug musste ich in Hinblick auf den möglichen
Mannschaftssieg ablehnen. Zu diesem Zeitpunkt stand ich in einem
Dame-Turm-Leichtfigur-Endspiel mit je 7 Bauern bereits vorteilhaft. Mit
31. h4! wurde dann die schwarze Bauernkette h6-g5-f4 am Königsflügel
ausgehebelt. Der doppelte Bauerngewinn in dem Damenendspiel reichte nach
Damenabtausch zum Sieg.
Br2: Willi hatte mit Schwarz gegen Pius Fritzl in
einem Franzosen nach 15 Zügen 2 Mehrbauern und trotz Rochadeverlust
großen Vorteil. Dieser wäre mit 16. ...Dc7! anstatt De8 noch auszubauen
gewesen. Der Gegner revanchierte sich mit einem schwachen Damenzug 17.
Dh3?!, wonach ...Dc6 18. Ld4 und ...Dc4! den Vorteil verstärkt hätten.
Nach 18. ...Sf7?! war der Vorteil jedoch nur mehr minimal und nach 21.
...Ld7? stand bereits Weiß etwas besser und das angebotene Remis musste
von Willi wohl oder übel angenommen werden.
Br3: Peda remisierte mit Weiß ziemlich früh
gegen Florian Klug.
Br4: Wolfi spielte diesmal mit Schwarz die längste
Partie gegen Kurt Hora. Die anfangs gedrückte Stellung mit dem
weißfeldrigen Problemläufer wurde von Wolfi nach Abtausch des "Krampens"
gegen einen dominanten Springer Zug um Zug verstärkt. Durch ein
sehenswertes Figurenopfer am Damenflügel besaß Weiß plötzlich zwei
Freibauern und unangenehme Drohungen. Erst ein fraglicher Bauernaufzug
g4? am weißen Königsflügel gab Wolfi wieder Gegenchancen, die er dann zum Sieg
nutzte, womit letztendlich das Mannschaftsremis gesichert
war.
Br5: Martin erspielte sich mit Weiß gegen Hans
Köstenbauer in einem Abtauchfranzosen einen kleinen Eröffnungsvorteil.
Erst ein zu zaghafter Bauernzug 18. h3?! anstatt des aktiveren h4
glichen die Stellung wieder aus und brachten nach dem Läuferfehlzug 19.
Le2? Schwarz in Vorteil. Der Druck auf der e-Linie in Verbindung mit
Angriff aller schwarzen Figuren am weißen Königsflügel entschieden dann
die Partie für Schwarz.
Br6: Hagen spielte mit Schwarz gegen Ernst
Gutschi einen tadellosen Skandinavier und hatte nach 21.Tf3 bereits
Vorteil. Anstatt ...f5?! hätten sowohl Dd7! als auch sofortiges
...Txd4!? den Vorteil ausgebaut. So aber stellte Hagen nach dem
Springerrückzug auf h6 mit 23. Txd4? einzügig Turm und Partie ein.
Br7: Didi war mit Weiß gegen Josef Deutschmann in
einem angenommenen Damengambit in seinem positionellen Element. Ein
Schwerfigurenmittelspiel mit dem besseren weißfeldrigen Läufer in
Verbindung mit einem lustig zu spielenden Königsangriff gaben ihm alle
Trümpfe. So konnte er sogar den angebotenen Damentausch mit
anschließendem Bauerngewinn verschmähen und entschied die Partie mit
sehenswertem, erfolgreichen Königsangriff.
Br8: Philipp musste mit Schwarz gegen den stark
spielenden Maximilian Bretterklieber seiner durch die vortägige
Geburtstagsfeier geschwächten Konzentrationsfähigkeit Tribut zollen. In
einer Italienischen Partie hatte er nach 16 Zügen die etwas bessere
Stellung, die mit dem Scheinopfer 16. ...Sxe4!? richtig fortzusetzen
gewesen wäre. Das von ihm gewählte d5? führte dann zur Wende: nach 17.
f4 Th5? war Figurenverlust unvermeidlich. Hier hätte das Qualitätsopfer
17. ...Txe4!ß die Partie noch retten können. So bleibt ihm aber der
Trost, mit 6,5 Punkten unser Spitzen-Punktesammler zu sein, wozu ich
herzlich gratuliere. 1: KLASSE OST 2011/12: Bericht: Ossi Riedler 3. Runde Untere Play Off: Feldbach/Kirchberg - Weiz 6 : 0 Da für unsere Mannschaft am Samstag zur gemeinsamen Schlussrunde in
Fürstenfeld gegen Feldbach "B" von den übrig gebliebenen,
spielberechtigten Spielern aus verschiedenen Gründen nur mehr 2 Spieler
zur Verfügung standen, konnten wir leider mit keiner Mannschaft an der
Schlussrunde teilnehmen. Ich entschuldige mich in Aller Form für unser
Fernbleiben, welches zumindest in Anbetracht der Tabellensituation
keinen wettbewerbsentscheidenden Einfluss hatte und auch keinen der
übrigen Teilnehmer benachteiligte. Ich gratuliere auf diesem Wege der
Mannschaft von Feldbach/Kirchberg zum Sieg. Steirischer Schach-Cup
2011/12: Bericht: Ossi Riedler
Vorrunde: Feldbach/Kirchberg I - Weiz 3½:½
Gegen Feldbach/Kirchberg 1 waren wir auf
den 4 Brettern mit einem Schnitt von rund 300 ELO-Minus gestartet.
Dementsprechend waren unsere Erwartungen auch nicht allzu hoch.
B1: Gegen Fritz Krumphals hatte ich als Schwarzer einen Russen
ausgepackt. Die moderne Behandlung des Weißen mit 5. Sc3 ließ
das Spiel nach einigen Abtäuschen relativ früh verflachen. So
einigten wir uns nach 14 Zügen auf ein stellungsgemäßes Remis.
B2: Wolfi spielte eine komplizierte Weißpartie gegen Alois Gutmann.
Die verschachtelte Stellung in einem Holländer behandelte er dann mit
einer unerzwungenen Erlaubnis zur Turmverdoppelung des Schwarzen nicht
ganz stellungsgerecht. Dem darauf folgenden Druck hielt seine
Stellung nicht mehr stand und es gab den ganzen Punkt für Feldbach.
B3: Didi kämpfte mit Schwarz gegen Gerald Almer, der einen Katalanen
aufs Brett zauberte. Von einem Bauernopfer in einem
Damen-Turm-Endspiel versprach sich unser Smyslow-Fan eine spielbare
Ausgleichsstellung. Der Gewinnplan für Weiß war auch nicht ganz
leicht zu finden. Eine Unachtsamkeit im Mittelspiel ließ die
Partie jedoch zu Gunsten von Weiß kippen. B4: Toni spielte sein
Standardkonzept gegen den sizilianischen Drachenaufbau von Reka Horvath.
Das Figurenpaket mit dem zurückgezogenen weißen Läufer auf a2, dem
Damenspringer auf c3, dem schwarzen Läufer auf d2 und dem Turm auf a1
zeigte sich gegen den langen Fianchettoläufer in Verbindung mit der
Bauernwalze am Damenflügel etwas unbeweglich. Das Opfer von 2
Leichtfiguren gegen einen Turm im 14. Zug war dann letztendlich eine
Fehlkalkulation und die schwarze Stellung spielte sich von selbst.
Das Ergebnis von 0,5:3,5 war zwar nicht sehr erfreulich, aber nach
dem Motto. "Wieder dazugelernt" werden wir auch nächstes Jahr erneut
unser Glück im Cup versuchen.