Die Gundelrebe meine Heilpflanze des Monats

hilft wundes, verletztes, eiterndes, wässriges, schlecht heilendes Gewebe zu festigen und zu trocknen; regt die Verdauungssäfte an und stärkt das Herz und die Leber; wirkt schleimlösend – gut bei Bronchitis, verschleimten Lungen, Schnupfen, Schleimhautent-zündung, bei Ohrenklingen, das durch Schleimhautentzündungen im Mittelohr entsteht

WAS
Die Gundelrebe zeigt vor allem bei eiternden Geschwürden, die nicht heilen wollen, was sie kann. "Gund" ist das altgermanische Wort für Eiter, Beule, faulige Flüssigkeit, Gift.
WIE
Blätter auf die Wunde legen oder vorher auch ankauen. Aus dem Allgäu gibt es ein Rezept eines besonderen "Wundkrautöls" (Storl: Heilkräuter und Zauberpflanzen, S. 103): Man sammelt die frischen, blühenden Stängel, presst sie in ein Glas und stellt dieses fest verschlossen vier Tage lang in die Sonne. Am Boden des Glases sammelt sich eine helle Flüssigkeit. Diese wird abgeseiht und im Kühlschrank aufbewahrt. Zur Hälfte mit 40%igen Alkohol, Brandy oder Wodka gemischt, lässt sich daraus eine Tinktur herstellen, die sich lange hält.

WAS
Gegen Erkrankungen der Atemwege kann man den Tee auch gut trinken, weil er schleimlösend wirkt und deshalb bei Husten und Bronchitis begleitend eingesetzt werden kann.
WIE
Entweder macht man aus dem Kraut einen Teeaufguss oder, besser, man lässt das Kraut in heißer, fetthaltiger Milch ziehen und trinkt die Flüssigkeit.

WAS
Eine Anwendung bei "Ohrgeräuschen" hat uns Hildegard von Bingen übermittelt.
WIE
"Wenn üble Säfte den Kopf... plagen, sodass auch seine Ohren tosen, der bringe Gundelrebe in warmem Wasser zu Sieden, und nach Ausdrücken des Wassers lege er sie so warm um seinen Kopf, und sie mildert das "doum" in seinem Kopf und öffnet das Gehör."