Das Zytoskelett besteht aus folgenden Anteilen
Dazu zählen Aktin, Myosin, Troponin Tropomyosin und Spektrin. Ihre Aufgabe
ist es, kontraktile Elemente zu stellen (Aktin-Myosin-Konfiguration in der
quergestreiften Muskulatur) bzw. die Zellform aufrecht zu erhalten (Spektrin,
z.B. beim Erythrozyten).
Die Mikrovilli der Enterozyten und der Tubulusepithelzellen sind von
Aktinfilamenten durchzogen, die am mikrofilamentären Netzwerk innerhalb der
Zelle inserieren. Dieses Netzwerk nennt man auch "Terminal Web".
Bestimmte Gifte wie Cytochalasin hemmen die Polymerisation der
Aktinfilamente, wodurch statt einer regelmäßigen Bürstensaums groteske
Fortsätze entstehen.
Die Zellform wird auch durch Fibronektin bestimmt. Die Mikrofilamente
verbinden sich über ein weiteres Membranmolekül mit dem Fibronektin und haften
so auf ihrer Unterlage.
Neoplastische Zellen verlieren oft die Fähigkeit, Fibronektin zu
sythetisieren, wodurch die Aktinfilamente völlig ungeordnet im Zellinneren
liegen und die dadurch abgerundeten Zellen die Fähigkeit verlieren, auf einer
Unterlage zu haften. Erst dieser Effekt ermöglicht eine Metastasierung.
Ein Aktindefekt führt zu verminderter Chemotaxis und Chemokinese.
Der häufigste klinische Befund ist eine rezidivierende Gingivostomatitis
Die röhrenförmigen Mikrotubuli haben einen Durchmesser von ca. 22 nm und bestehen aus Tubulin. Die Mikrotubuli unterliegen einem Gleichgewicht aus dauernder Polymerisation und Depolymerisation, das vom intrazellulären Ca++-Spiegel und von Calmodulin abhängig ist.
Mikrotubuli haben vielfältige Aufgaben:
Ein autosomal-rezessiver Defekt der Mikrotubuli in Phagozyten (Granulozyten, Makrophagen) führt zu verzögerter bzw. verminderter Fusion (siehe Phagozytose) der Lysosomen mit dem Phagosom ==> Fusion von Primärlysosomen ==> Riesenlysosomen.
Dadurch wird die Phagozytose von Bakterien ineffizient. Auch die Antigen-Prozessierung und -Präsentation leidet schließlich darunter.Neben der Phagozytenaktivität ist auch die Degranulation gestört, was zu Funktionsausfällen der NK-Zellen und der ADCC führt.
Klinische Folgen:
- Immundefekte (Infektionen mit extrazellulären, v.a. Katalase-negativen Bakterien)
- Partieller okulokutaner Albinismus mit Photophobie
- Neurologische Symptome
Intermediärfilamente inserieren an den Desmosomen und haben die Aufgabe, die Organellenverteilung aufrecht zu halten.
Nach Lokalisation in verschiedenen Geweben unterscheidet man:
Durch ihre Organspezifität haben die Intermediärfilamente ein wichtige Bedeutung in der Tumordiagnostik, da selbst bei hochgradiger Entdifferenzierung die Spezifität der Intermediärfilamente erhalten bleibt
Mallory-Bodies sind kondensiertes degeneriertes Zytokeratin (hyaline Dystrophie), vor allen bei alkoholischer Hepatits, aber auch bei Cholestase oder Leberzellkarzinom. Das Auftreten von Mallory-bodies zeigt eine irreversible Schädigung an.