Virushepatitis

Es handelt sich um eine diffuse Entzündung der Leber mit entzündlichem Infiltrat, mit den Auswirkungen der Zelldegeneration, Nekrose und Proliferation von Kupffer-Zellen.

Erreger sind Hepatitis A, B, C, D, E, G-Viren sowie EBV, Gelbfieber und ZMV
Speziell bei Neugeborenen treten auch andere Viren als Verursacher einer Hepatitis auf (HSV, HHV-6, HHV-7, Coxsackie, Röteln, Echoviren, HIV, Parvovirus B19)

Hepatitis A

Picorna-Virus, Inaktivierung durch Kochen, Formaldehyd, Chlor, UV-Bestrahlung.

Übertragung fäko-oral (kontaminiertes Wasser, kontaminierte Nahrungsmittel), typische "Reisekrankheit" bei Reisen in Gebiete mit geringeren Hygienestandards.

Das Hepatitis A-Virus (HAV) wirkt selbst gering direkt zytopathisch, die Immunreaktion (CTL)-Zellen) trägt wesentlich zur Zellzerstörung bei. Durch die Zellzerstörung  gibt es keinen chronischen Virusträgerstatus.

Klinik:

Komplikationen:

Therapie:

Prophylaxe:

 

Hepatitis B

Hepadna-Virus (DNA-Virus). Es besteht aus eine äußeren Hülle (HBsAg, s=surface), die für die Infektiosität verantwortlich gemacht wird, und einem inneren Core (HBcAg), in dem die DNA eingeschlossen ist.
Ein weiteres Antigen ist das HBeAg, das ein Abbauprodukt einer Kernkomponente darstellt. Findet man HBe-Ag im Blut, so ist das ein Zeichen für eine fortbestehende Virusreplikation.

Infektionsmodus

Die Übertragung erfolgt durch Blut, Blutprodukte, Geschlechtsverkehr, Speichel, needle-sharing von Drogenabhängigen. Bei Kindern ist die wichtigste Infektionsquelle vertikale Infektion sub partu und das Stillen.

HBV ist weltweit verbreitet, ca. 200-500 Mio.Virusträger.

Das Virusgenom gelangt in den Zellkern und wird dort zur doppelsträngigen porviralen DNA umgewandelt. Das Virus bedient sich dann des zellulären Aparats zur Transkription (RNA-Polymerase, reverse Transkriptase) zur Bildung neuer Virus-DNA. Dabei werden viruscodierte Ag gebildet, die via MHC-I an CTL präsentiert werden.
Das HBV ist selbst (fast) nicht zytopathisch, die Zerstörung der Leberzellen erfolgt durch eine Immunreaktion gegen das HBc-Ag durch CTL.
Nicht immer gelingt die vollständige Viruselimination ==> chronische Virusträger.

Im Prodromalstadium können durch zirkulierende Immunkomplexe (aus HBs-Ag un AK) zu ähnlichen Krankheitsbildern wie bei der Serumkrankheit führen (Arthritis, Exanthem, Quincke-Ödem, Polymyalgia rheumatica, Panarteritis nodosa, GN)

Verlaufsformen und Klinik:

in den meisten Fällen (70-75%) verläuft die Infektion asymptomatisch.

Therapie:

Prophylaxe:

 

Hepatitis C

Übertragung durch Blut, Blutprodukte. Vertikale Infektion bei ~4% der Kinder von HCV-positiven Müttern. Bei zusätzlicher HIV-Infektion steigt das Risiko auf 15%. 
Übertragung durch Stillen ist bisher nicht beschrieben, dennoch wird Müttern mit chronischer Hep.C empfohlen, nicht zu stillen.

Inkubationszeit 2Wochen - 6 Monate (durchschnittlich 6-7 Wochen), nur in 15-20% eine ikterische Erkrankung, dafür in 50-80% chronisch ==> Zirrhose, Krebs

Bei Patienten mit chonischer Hepatitis C treten zusätzlich häufig verschiedene Autoimmunkrankheiten auf (Autoimmunhepatitis, Arthritis, Serumkrankheiten, Kryoglobulinämie)

 

Hepatitis D

Ist ein unvollständiges RNA-Virus (Delta-Agens), das nicht alle benötigten Proteine selber kodieren kann. Es ist daher auf eine bestehende oder gleichzeitige HBV-Infektion angewiesen, zur Infektion benötigt es nämlich das HBs-Ag. Aus diesem Grund ist der Übertragungsweg ident mit der Hepatitis B. Eine Immunprophylaxe gegen HBV schützt auch gegen HDV

Hepatitis E

Ganz analog zu Hepatitis A

 

Klinik